Mac OS X Mountain Lion vs. Ubuntu 12.04

Auf meinem neuen PC laufen nun Mac OS und Ubuntu zusammen. Es ist allerdings kein normaler Mac sondern ein selbstgebauter PC. Trotzdem werde ich nun einen fairen Vergleich beider Systeme aufstellen.

Inhalt

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Zuerst zur Hardware

Die Hardware ist besonders entscheidend für das erfolgreiche Betreiben beider Betriebssysteme. Ich habe mich für das Motherboard dz77bh-55k von Intel entschieden, weil Linux von Haus aus mit Intel-Treibern gesegnet ist und weil es passende Sound- und Netzwerk-Treiber aus der Hackintosh-Community gibt. Als Prozessor dient ein i5 3570k, der ab Mountain Lion nativ unterstützt wird. Außerdem habe ich 2x8gb Corsair Vengeance Ram und einen Sony Optiarc Brenner. Eine 128gb SSD 830 von Samsung teilen sich beide Systeme.

Ich finde dies ist eine faire Grundlage für einen Vergleich, denn beide Systeme werden so kommerziell und von einer Community gestützt. Mac OS durch Apple und die Hackintosh-Community und Ubuntu durch Canonical und die Linux-Community. Zudem sollte die Hardware schon  möglichst von Haus aus unterstützt werden.

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Die Installation

Die Installation von Mac OS war ziemlich aufwendig, weil man zuerst einen bootbaren USB-Stick mit Mountain Lion braucht (nicht den von Apple, sondern einen speziellen von TonyMacX86). Wenn man diesen aber hat, ist der Rest kein Problem. Nach der Installation muss man noch das Tool Multibeast ausführen, um den Bootloader Chimera und einige Treiber zu installieren.

Danach war die Ubuntu-Installation gewohnt einfach. Es ist nur wichtig, dass Grub in die Root-Partition von Ubuntu und nicht in den MBR geschrieben wird.

Nach einem Neustart hat Chimera Ubuntu erkannt und ich konnte es starten.

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Look and Feel

Beide Systeme starten innerhalb von 5 Sekunden, was wohl zum größten Teil an der SSD liegt🙂

Das Aussehen von Mac OS ist für einen Neueinsteiger, wie mich, unglaublich😉 Es ist einfach nur edel. Leider funktioniert das Kopieren durch Auswählen und Klicken mit Mausrad, wie ich es aus der Linux-Welt gewohnt bin, nicht! Außerdem funktionieren manche Tasten anders, als man es gewohnt ist (z.B.: @ = Alt+L; Strg+C = Win+C). Dies ist aber zu verschmerzen.

Auch das Aussehen von Ubuntu hat etwas, aber der Vorteil, liegt darin, dass man es beliebig Verändern kann! Unity liegt mir persönlich nicht so, aber ich kann ja noch Alternativen, wie die Gnome-Shell oder Cinnamon verwenden. Leider war die Maus von Haus aus ein bisschen träge eingestellt.

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Der App-Store

Unter Linux gibt es sogenannte Packetquellen. In Jeder Paketquelle sind Programme, die man installieren kann. Man kann beliebige Paketquellen zum System hinzufügen oder wegnehmen. Wenn es Updates zu Programmen gibt, führt man einfach ein Update aus und alles wird aktualisiert. Mit dem Ubuntu App-Store hat Cannonical ein grafisches Programm entwickelt, mit dem man die Programme durchsuchen, bewerten und installieren kann. Der App-Store ist  praktisch unendlich, weil man viele Paketquellen hinzufügen kann. Dabei bestimmt man selbst, wie sicher das System ist, denn es gibt Paketquellen, die von Cannonical überwacht und geprüft werden und freie von privaten Entwicklern. Das Angebot von kostenlosen Programmen ist unglaublich, so konnte ich problemlos die Arduino IDE installieren. Auch das Angebot an kommerziellen Programmen wächst von Tag zu Tag, sodass es auch immer mehr Spiele gibt.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich vom Mac-App-Store enttäuscht bin. Da wollte ich mir zuerst ein kostenlose Textverarbeitungsprogramm wie LibreOffice installieren, aber das gibt es nicht. Auch erfolgreiche Programme, wie Blender, Gimp oder Eclipse musste ich einzeln aus dem Internet ziehen. Um die Updates muss ich mich wohl selbst kümmern😦 Natürlich ist die Auswahl an Spielen und kleiner Apps der von Ubuntu überlegen, aber wozu braucht man die, wenn man den PC nicht zum Spielen nutzt. Aber nachdem ich drei Jahre auf Linux gearbeitet habe, wollte ich doch schon mal ein aktuelleres Spiel spielen, wie zum Beispiel COD Black Ops, nur leider gibt es so etwas dann auch nicht im App-Store.

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Es gibt keinen eindeutigen Sieger

Beide Systeme haben ihre Vor und Nachteile. Zum Spielen ist Mac OS X Mountain Lion nur minimal mehr geeignet als Ubuntu. Mac OS hat ein elegantes, klar definiertes Look and Feel. Ubuntu sticht in der Vielfalt hervor. Arbeiten kann man an beiden Systemen sehr komfortabel, wenn man auf keine besondern Windows-Programme angewiesen ist. Aufgrund dieser Tatsachen kann man sich klar für ein faires Unentschieden im Wettkampf um das beste Betriebssystem entscheiden.

2 Gedanken zu „Mac OS X Mountain Lion vs. Ubuntu 12.04

  1. Die genannte Vorgehensweise ist krimminell. Die MacSoftware ist nur für Apple-PC vorgesehen. Das modifizieren des Betriebsprogramm von Apple ist strafbar. Eine Anzeige ist daher nicht auszuschließen. Es ist immer dasselbe, die Arbeit anderer kostenlos für eigne Zwecke zu Mißbrauchen ist leider nicht auszurotten !!!

    • Natürlich sieht Apple dies keineswegs gern, aber nach deutscher Rechtslage ist es momentan jedem selbst überlassen, auf welcher Hardware er seine Software bzw. sein gekauftes Mac OS einsetzt. Vorraussetzung ist natürlich, dass diese Mac OS Version legal erworben worden ist, und somit wird „die Arbeit anderer“ auch nicht „kostenlos für eigene Zwecke“ missbraucht, denn man hat ja gezahlt. Ich selbst bin auch gegen Raubkopien. Deswegen bin ich auch klar der Meinung, dass man sich Mac OS kaufen sollte und nicht auf irgendwelche Distributionen zurückgreift.
      Wenn man sich keinen Mac leisten kann, ist es doch nur fair, dass man die Software kauft und auf die ans System angepasste Hardware verzichtet. So verdient Apple mehr, als wenn man sich ein anderes Betriebssystem zu legt, und man kann Mac OS ausführlich testen und später auf einen echten Apple-PC umsteigen, bei dem die Hardware auch voll unterstützt wird.

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